Das Effectuation Gewinnspiel
Das waren die Vorgaben unseres Gewinnspiels:
Markt 1: Marktdaten bekannt, Risiko 20%
Markt 2: Marktdaten zum Teil bekannt, Risiko 50%
Markt 3: Marktdaten unbekannt, Risiko unbekannt
Jetzt können wir Ihnen das spannende Ergebnis der Auswertung präsentieren: die österreichischen JungunternehmerInnen sind nicht nur ausgesprochen risikofreudig, sondern wählten auch instinktiv den Markt, in dem mit Effectuation – der Methode der erfolgreichsten UnternehmensgründerInnen – die besten Ergebnisse erzielt werden.
19 % der TeilnehmerInnen wählten Markt 1:
Dies ist ein funktionierender, bekannter Markt, d.h. es gibt bereits AnbieterInnen und KundInnen, ich kenne als UnternehmerIn meinen Mitbewerb und dessen Preise und kann mich mit meinem Angebot in der bestehenden Landschaft positionieren. Da die Marktdaten auch anderen MitbewerberInnen und den KundInnen zugänglich sind, müssen alle AnbieterInnen knapp kalkulieren. Die dominierende Strategie in diesem Markt baut auf Marktforschung, Analyse, Positionierung und Werbung auf. Als neue AnbieterIn muss ich damit rechnen, dass es immer jemanden gibt, der schneller analysiert, über mehr Marketingbudget verfügt und einen besseren Zugang zu den KundInnen hat. Ich muss mich hier auf einem klassischen Markt mit heftigem Wettbewerb behaupten.
32 % der TeilnehmerInnen wählten Markt 2:
Dieser Markt ist nicht so gut bekannt. Die potentiellen KundInnen wissen noch nicht so genau, was sie wollen und brauchen. Nur mit (oft teurer) Marktforschung kann ich herausfinden, wer als KundIn in Frage kommt und wie ich das Angebot gestaltet muss, um erfolgreich zu sein. Die KundInnen können verschiedene Angebote nicht so leicht vergleichen, das eröffnet mir als neuer AnbieterIn gute Chancen. Viel hängt davon ab, wie schnell ich dazulerne und meine Produkte und Dienstleistungen so anpasse, dass ich gefragt und unverwechselbar bin. Markt 2 ist riskanter als Markt 1, vor allem, wenn ich nur klassische Mittel wie Mitbewerbsanalyse, Marktforschung und Werbung verwende. Mit Effectuation hingegen, einer neuen Art des unternehmerischen Denkens und Handelns, ist eine gute und risikoarme Strategie in diesem „grauen“ Markt. Als Effectuator habe ich – wissenschaftlich belegt - gute Chancen, wenn ich flexibel bin, mein Netzwerk nutze und unkonventionell vorgehe.
49 % der TeilnehmerInnen wählten Markt 3:
Dieser Markt ist der Alptraum für klassische Unternehmen. Denn Marktforschung ist teuer und überdies nicht immer zuverlässig, da auch die KundInnen hier noch nicht genau wissen, was sie suchen und brauchen. Sie verliert aber an Bedeutung, wenn ich als Effectuator durch mein Netzwerk von Anfang an genau die KundInnen gewinne, die ich für meinen unternehmerischen Erfolg brauche. Im Gegenteil, es wird sogar umso spannender für mich! Denn mit Effectuation entwickle ich mein Angebot in enger Zusammenarbeit gemeinsam mit den potenziellen KundInnen und PartnerInnen, wodurch ich meine Produkte Schritt für Schritt an den unbekannten Markt anpasse.
Es handelt sich hier also um den perfekten Markt für Effectuation. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Effectuators in diesem Markt im Vergleich mit anderen am wenigsten Risiko eingehen und die besten Erfolge erzielen können.